Es kommen sicherlich noch andere Termine dazu, also schaut ab und zu mal rein.
In der Zwischenzeit holt euch doch schon einmal einen Vorgeschmack und schaut in unserem Rückblick der letzten Jahre.
Von der Gründung unserer Gruppe im Herbst 2004 bis zur ersten gemeinsamen Unternehmung brauchte es noch einige Zeit. Bis dahin wurden neue Interessenten dazugewonnen und wir waren erstmals in der Lage eine Gruppe von ca. 10 Personen zu stellen.
Durch das Stadtfest von Dresden im Jahr 2006 wurde unserem gemeinsamen Bestreben großer Vorschub geleistet und so fand anlässlich des 800jährigen Jubiläums der Erstnennung Dresdens unser erster gemeinsamer „Auftritt“ statt.
Bei gleich zwei Veranstaltungen im Rahmen dieses Stadtjubiläums konnten wir uns präsentieren.
Zusammen mit der Gruppe „hôchmúot“ führten wir am 15. und 16. Juli unser Theaterstück „Die Ersterwähnung Dresdens“ in der historischen Erlebniswelt auf dem Schlossplatz auf. Das Stück erzählte, wie es dazu kam, dass am 31. März 1206 eine Urkunde ausgestellt wurde, in der Dresden als Versammlungsort genannt wird. Die Zuschauer erhielten einen Überblick über die damaligen Verhältnisse und die historischen Begebenheiten in der Mark Meißen. Prächtige Gewänder, kurzweilige Streitgespräche und zwei Kampfszenen sorgten für Unterhaltung.
Am 27. August 2006 fand der Höhepunkt der Feierlichkeiten der Stadt Dresden statt. In Form eines großen historischen Festumzuges mit 4600 Mitwirkenden wurde die 800-jährige ereignisreiche Geschichte unserer Stadt einem begeisterten Publikum gezeigt. Zusammen mit der Gruppe „hôchmúot“ und vielen weiteren Helfern gestalteten wir ein Bild über das 13. Jahrhundert mit den beiden wichtigsten urkundlichen Erwähnungen unserer Stadt: „1206-Die Ersterwähnung Dresdens“ und „1216-Dresden wird als Stadt bezeichnet“.
Im Frühjahr 2007 wollte nun der erste Stamm der „Mark Meißen 1200“ einmal ausprobieren, ob wir für die mittelalterliche Darstellung in einem Lager überhaupt ausreichend gerüstet sind - nicht nur waffentechnisch. Nach unseren ersten Auftritten hatten wir alle an unserer Ausrüstung weitergearbeitet und wollten nun sehen, ob ein Lager so wie wir es uns vorstellten auch funktioniert. So zogen wir an einem sehr windigem Wochenende im April auf eine Wiese in Reinholdshain im Erzgebirge und probierten alles aus wozu wir Lust hatten, vorausgesetzt das Wetter spielte mit. Wie sich bereits im Verlauf des Samstages zeigte, konnten wir uns darauf leider nicht verlassen. Aber die Regenpausen boten dann doch noch genug Gelegenheit erstmals über offenem Feuer zu kochen, kleine Gefechte auszutragen, Bogenzuschießen und am Sonntag sogar die 2-Meter-Blide (Steinschleuder), welche Andre gebaut hatte, abzuschießen. Die Steinbrocken flogen bis zu 60 m weit, was auch uns sehr beeindruckte. Trotz manch noch vorhandener moderner Utensilien wie der Plastikplane aus dem Baumarkt, die uns hier noch als Unterstand dienen musste, weil der Baldachin nicht rechtzeitig fertig wurde, ein schönes Erlebnis und der Grundstein für alle weiteren Unternehmungen. Denn wer einmal Mittelalterlagerluft geschnuppert hat, den lässt es so schnell nicht wieder los.
Im Frühjahr 2007 wurden wir an die Poisentalgrundschule in Freital eingeladen. Die dortigen 3.und 4. Klassen hatten sich im Rahmen einer Projektwoche mit dem Thema Mittelalter beschäftigt. Mit unserem Auftritt hauchten wir all dem aus Büchern Erlerntem Leben ein. Wir zeigten einen Teil unseres Lagers, ließen die Ritter kämpfen und sorgten mit allem für Abwechslung und große Begeisterung bei den Kindern.
Im Sommer zogen wir erstmals als größere Gruppe nach Thüringen auf die Brandenburg. Unser erstes „echtes“ Lager! In den letzten Jahren waren nur wenige von uns beim Brandenburgfest in Lauchröden dabei. Dieses Mal waren wir schon zu acht. An diesem Wochenende frönten wir ganz unserem Hobby: schliefen in historischen Zelten, kochten über offenem Feuer, und ?: schlugen Schlachten!
Im Oktober dann fand unser erstes Historienspiel statt. Wir suchten uns dafür die Burg Wolkenstein im Osterzgebirge aus. Zusammen mit der Gruppe „hôchmúot“ – die uns als Hochadel verstärkte – stellten wir den Thüringer Erbfolgekrieg zwischen Heinrich dem Erlauchten und Sophie von Brabant, der Tochter Elisabeths von Thüringen, in der Zeit um 1250 dar. Mit Bogenschießen, Ämtervergabe bei Hofe, Kriegsrat und einem großen Bankett bestritten wir ein ereignisreiches Wochenende im 13. Jahrhundert.
Dieses Jahr begann für uns mit dem Besuch des Mittelaltermarktes in Altzella im April. Altzella, in der Nähe von Nossen gelegen, ist die Grablege der Wettiner im 12. und 13. Jahrhundert. An diesem historischen Ort, von dem leider heute von vielen Klostergebäuden nur noch Mauerreste erhalten sind, veranstalteten wir ein Frühjahrs-Gruppentreffen und genossen dabei das Flair des Marktes. Mit einer Übungsstunde im Schwertkampf für uns taten wir dann gleich auch noch etwas für die Unterhaltung der zahlreichen Gäste.
Zwei Monate später fanden wir uns erneut in Altzella ein, um Sabine Ebert bei einer Lesung im Bibliothekssaal des ehemaligen Konversenhauses des Klosters zu unterstützen. Zusammen mit einigen beeindruckenden Wikingern gestalteten wir ein Kurzprogramm, bei dem es für das Publikum wissens- und sehenswertes rund um die Mode des 12. und 13. Jahrhunderts gab. Vorher unterhielten wir zusammen mit den Wikingern das Publikum noch mit einigen Kampfeinlagen im Klosterpark hinter dem Refektorium.
Dann schlugen wir unsere Zelte zum Familientag des Landesmuseums für Vorgeschichte in Dresden auf. An diesem sehr heißen Sommertag konnten Kinder wie Eltern ausprobieren wie Brettchenborte gewebt wird, wie mittelalterliche Apfelstrauben (eine Art süßer Krapfen) schmecken und sich in einer Modenschau ansehen wie man sich im 12. und 13. Jahrhundert kleidete. Außerdem konnten die Kinder Schilder bemalen und sich selbst mal als Ritter oder edle Dame verkleiden. Es waren sehr viele Leute da und wir hatten alle Hände voll zu tun.
Dann wartete auch schon die Brandenburg auf uns. Alle 2 Jahre findet auf der Brandenburg das Brandenburgfest mit Publikum und Programm statt. Dieses Jahr ging es um den Kreuzzug des deutschen Kaisers Friedrich II. bei dem auch der Thüringer Landgraf Ludwig mitzog. Für die meisten von uns war es das erste Mal, dass wir bei diesen von den „Freidigen“ ausgerichteten Schauspielen als Mitwirkende auftraten. Und so begleiteten die Ritter dann auch im Gefolge des Landgrafen nicht nur den Kaiserzug, sondern wirkten in der Schlacht (Erstürmung der ägyptischen Burg „Al Mansura“ anno 1250) an den Nachmittagen auch tatkräftig mit (allerdings auf Sarazenenseite – aber irgendwer muss die Burg ja verteidigen).
Im November hatte Sabine Eberts dritter Roman „Die Entscheidung der Hebamme“ im Festsaal der Stadt Freiberg Premiere. Den Beginn der Lesung gestalteten wir als Mark Meißen 1200 zusammen mit Mitgliedern der Gruppe „hôchmúot“. Um auf das in den Romanen beschriebene höfische Leben einzustimmen, zeigten wir den „Stella splendens“ – einen Tanz, der auf einem Lied zur Marienverehrung beruht, welches erstmals 1399 schriftlich fixiert wurde. Im zweiten Programmpunkt zeigten die Schwertkämpfer der Fechtkampfschule „Pax et Codex“ aus Landsberg einiges aus ihrem historischen Kampfrepertoire.
Vielen Dank an Eckardt Mildner für die freundliche Erlaubnis zur Verwendung des Fotos.
Im Mai 2009 fand die erste Hochzeit in unseren Reihen statt. Katja und Thomas heirateten auf der mittelalterlichen Burg Mildenstein in Leisnig im sächsischen Burgenland. Die meisten Gäste kamen in historischer Kleidung, die Mitglieder von Mark Meißen 1200 in ihren Gewändern des 12. und 13. Jahrhunderts. Aber nicht nur der Ort und die Kleidung wurden mittelalterlich gewählt, auch die Unterhaltung reihte sich in dieses Konzept ein. Der wunderbare Musiker Stefan Weyh verwöhnte uns fast den gesamten Nachmittag und Abend mit Harfen- und Dudelsackmusik und wir tanzten den „Stella“ und mit all unseren Gästen auch noch einen Rundtanz. Trotz der Einfachheit dieses Tanzes hat man deutlich die Freude und den Spaß aller Tanzenden gespürt, egal ob mittelalterlich begeistert oder nicht.
Zu Pfingsten findet auf Schloss Weesenstein im Müglitztal bei Dresden schon seit fast 20 Jahren jährlich einer der Klassiker der Mittelaltermärkte unserer Region statt. Und 2009 waren wir das erste Mal nicht nur als Zuschauer dabei, sondern bekamen Gelegenheit dort unser Lager aufzubauen und aktiv am Fest mitzuwirken. Wir konnten den zahlreichen Gästen (trotz strömenden Regens) unter unserem Baldachin historisches Handwerken wie z.B. Kettenflechten oder Bogenbauen präsentieren, kochten wieder für unsere Gruppe und erzählten gleichzeitig interessierten Zuschauern von historischen Rezepten und Lebensmitteln. Allerdings dachte bei der Schlammschlacht niemand von uns daran, Bilder zu machen. Deshalb seht ihr hier nichts.
Kurze Zeit später kam die Brandenburg mit großen Schritten und strahlendem Sonnenschein auf uns zu. In den Jahren zwischen den Brandenburgfesten treffen sich zur gleichen Zeit zwar etwas weniger Gruppen in Lauchröden, aber deswegen ist es nicht minder schön. Ohne Publikum bot sich die Möglichkeit einmal eine stundenlange Burgbelagerung nachzustellen. Den Frauen kam die Rolle der Versorgung der Angreifer (unserer Ritter) zu. Alle 60 Beteiligten mühten sich nach Kräften die ca. 50 Verteidiger zur Aufgabe zu zwingen. Am Spätnachmittag - nach ca. 6 Stunden währenden Scharmützeln, Abwehr und erneuten Vorstößen - breitete sich mit einem Mal ein heroischer Jubel über das Zeltlager aus und allen war klar: das konnte nur erfolgreiche Erstürmung bedeuten. So gab es viel zu erzählen an diesem Wochenende.
Das letzte große Highlight des Jahres war im Oktober die Buchpremiere des neuen historischen Romans von Sabine Ebert in Freiberg. „Blut und Silber“ handelt 100 Jahren nach ihren bisher geschriebenen Romanen am Ende des 13. Jahrhunderts. Eine schöne Gelegenheit für uns zusammen mit den „Freien von der Karlshöhe“ vor einem großen Publikum (ca.600 Menschen kamen in die Nikolaikirche nach Freiberg) einmal die Unterschiede in der höfischen Kleidung nicht nur des 12. und 13. Jahrhunderts zu zeigen, sondern mit den „Freien“ diese Entwicklung schon im 11. Jahrhundert beginnen zu lassen. Anschließend lauschten wir wie auch das Publikum der Lesung von Sabine.
2010 gab es in unserer Gruppe eine weitere Hochzeit. Claudia und ihr Johannes sagten JA. Die Feier fand in rustikalem Ambiente im Forsthaus in der Dresdner Heide statt. In mittelalterlicher Gewandung und wiederum begleitet vom wundervollen Spiel von Stefan Weyh verbrachten wir gemeinsam den Abend.
Zum zweiten Mal Weesenstein. Dieses Jahr ging es um den Vertrag von Eger aus dem Jahre 1475. Unabhängig dieses Mottos sind aber immer Gruppen aller Zeiten vertreten und so zeigten wir unser Hochmittelalter. Einzig André und Ralf, deren Herzen auch fürs Spätmittelalter schlagen, haben sich früher schon einmal für ein Historienwochenende mit „hôchmúot“ eine spätmittelalterliche Gewandung genäht und zeigten sich in dieser. Dieses Jahr bei Sonnenschein wurde wieder gekocht und Handwerk gezeigt wie letztes Jahr. Die Frauen hatten sogar in 1-2 freien Minuten Gelegenheit sich mit kleinen Näharbeiten zu beschäftigen und auch hier bei Interesse Auskunft gegeben, während die Männer zusammen mit Andreas Jacob von der Schule für historische europäische Kampfkünste „Gladiatores“ in Jena ihr Können in der Vorführung einer historischen Schwertkampfschule zeigten.
Und natürlich zogen wir wie jedes Jahr am ersten Wochenende im Juni auf die Brandenburg nach Thüringen. Dieses Jahr wieder mit Publikum, Schauspielen, Turnier und Schlacht im Burggraben zu Fuße der Burgruine. Das Thema dieses Jahres hieß: Heinrich Raspe und seine Wahl zum deutschen Gegenkönig im Jahre 1246. Wir wirkten zusammen mit den anderen Gruppen an den Schauspielen mit und kämpften, allerdings gegen Heinrich Raspe, im Burggraben an der Seite Friedrichs II. Erstmals fanden dieses Jahr am Lagertisch 25 Personen Platz und wurden mittelalterlich verköstigt. Es gab unter anderem leckeren Hasenpfeffer und Lombardische Suppe – natürlich wieder alles nach original überlieferten Rezepten. Mit dieser Essensmenge erreichten wir allerdings auch das Maximum an Kochkraft, denn unsere Töpfe fassen einfach nicht mehr. Aber ein schönes Gefühl wenn alle satt werden und dann noch sagen, dass es geschmeckt hat. Das war für uns Köchinnen das Highlight.
Auch dieses Jahr waren wir wieder zusammen mit den „Freien von der Karlshöhe“ am Programm zur Buchpremiere von Sabine Ebert beteiligt. Das 4. Buch der Hebammen-Reihe „Der Fluch der Hebamme“ hatte wieder in der Nikolaikirche seine Premiere. Vor der Lesung stellten wir eine hochmittelalterliche Tischszene dar und zeigten in diesem Zusammenhang dem zum Vorjahr noch größer gewordenen Publikum, einige höfische Riten bei Tisch. Die Handwaschungszeremonie eines hohen Gastes mittels einer Aquamanile – eines tiergestaltigen Ausgießgefäßes, eine Schenkenzeremonie – beim Servieren von neuem Wein durch den Mundschenken – und das Servieren einer „Raffinesse“ – einer besonderen Speise, die man servierte, um die Gäste zu beeindrucken. Am Ende präsentierten wir noch einige Lebensmittel, die man im 12. und 13. Jahrhundert noch nicht zur Verfügung hatte.
Fotos: Patrick Künzel. Vielen Dank für die freundliche Genehmigung.
Dieses Jahr begann unsere “Mittelaltersaison” etwas früher als sonst. In der Klosterruine Heilig Kreuz Meißen wurde bereits seit Jahren am 30.April ein Walpurgisspektakel gefeiert und in den letzten Jahren wurde die Nachfrage nach „Mittelalter“ immer größer. Die Klosterruine liegt nahe der Elbe und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Somit bot sich für uns ein perfekter Ort, um unser Lagerleben einem interessiertem Publikum zu zeigen und am nächsten Tag bei herrlichem Wetter ohne Publikum noch ein bisschen internes Lager zu leben.
Ein weiteres Highlight stellte für uns die Möglichkeit dar, sich auf der Albrechtsburg, der Wiege der Mark Meißen zu präsentieren. Am 8. Mai wurde hier die neue Dauerausstellung „Das ist die Höhe – Baukunst, Macht und Porzellan in Deutschlands ältestem Schloss“ eröffnet. Und da es an diesem Tag auch um die wettinische Geschichte der Mark Meißen ging, konnten wir uns mit Unterstützung der Meißnischen Panzerreiter in einem Raum des spätmittelalterlichen Schlossbaus präsentieren und dem Publikum hochmittelalterliche Kleidung und textile Handarbeiten „unserer“ Zeit zeigen.
Fotos unten re. und li.: Patrick Künzel; Vielen Dank für die freundliche Genehmigung
Anfang Juni zog es uns wie jedes Jahr auf die Burgruine der Brandenburg an die thüringisch-hessische Grenze. In diesem Jahr wurden wieder einmal die Männer besonders gefordert, denn eines der großen Unternehmungen war ein 7km langer Marsch durch die Umgebung der Brandenburg – in voller militärischer Ausrüstung! Bei 30°C im Schatten wussten dann auch alle warum es nur in den seltensten Fällen Kriegshandlungen im Sommer gab. Beendet wurde der Tag mit einer gemeinsamen Tafel aller Lager auf dem Mittelweg zu der jeder etwas beisteuerte, sodass es genug Gelegenheiten gab, zu kosten was in anderen historischen Kochtöpfen gekocht wurde und sich mit seinen Nachbarn in historische Gespräche zu vertiefen.
Auch in diesem Jahr stand das Mittelalterfest in Weesenstein im Müglitztal bei Dresden wieder unter dem Motto des Vertrags von Eger aus dem Jahr 1475. Aber ebenso wie letztes Jahr bildeten wir die hochmittelalterliche Ergänzung zum Gesamtprogramm und konnten viele Besucher damit begeistern.
Anfang Juli gab es wieder eine Premiere. Auf Schloss Klippenstein in Radeberg bei Dresden wurde am ersten Juli-Wochenende die Sommerausstellung mit Thema „Leben im 13. Jahrhundert“ eröffnet. Die Ausstellung wurde durch die Museumsleitung in Zusammenarbeit mit Ulrike Müller aus unserer Gruppe und ihrem Mann erarbeitet und mit einem Großteil unserer über die Jahre zusammengetragenen Alltagsutensilien, Kleidung und Rüstungsgegenständen ausgestattet. Am Eröffnungswochenende zeigten wir den Besuchern dann auch noch „live“ wie sich das Leben im 13. Jahrhundert gestaltete.
Zusammen mit der mit uns befreundeten Gruppe „Meißnische Panzerreiter“ kamen wir Ende August zu einem Lager ins Erzgebirge. Der Gastwirt eines Rittergutskellers feierte das Rittergutsfest. Die Wiese unterhalb des Gasthauses bot genug Platz um mehrere Lager aufzubauen. Hier bot sich auch wieder einmal die Gelegenheit zusammen mit den berittenen Meißnischen Panzerreitern vor Publikum ein Training zu absolvieren. Trotz des Regens hielt das Publikum durch und belohnte diese selten zu sehende Darstellung mit viel Applaus.
Fotos links und rechts oben: Patrick Künzel. Vielen Dank für die freundliche Genehmigung.
Anfang Oktober trafen wir uns zusammen mit den Meißnischen Panzerreitern zum vorerst letzten Mal zur Buchpremiere, um Sabine Ebert in Freiberg bei der Vorstellung des letzten Bandes der Geschichte um die Entstehung der Mark Meißen und die Erlebnisse der Hebamme Marthe zu unterstützen. Da mit dem Buch „Der Traum der Hebamme“ die historischen Ereignisse ihren vorläufigen Abschluss fanden, haben auch wir abschließend noch einmal ein breites Spektrum unserer Darstellung gezeigt. Von der Aufführung des höfischen Tanzes Stella splendens, über eine Rüstungs- und Kampfdarstellung, eine Modenschau der Kleidung aus 3 Jahrhunderten – vom 11. zum 13. Jhd. bis hin zur Darstellung einer ritterlichen Schwertleite (in Zusammenarbeit mit Odo von der Berliner Templer-Komthurey) war alles vertreten. Musikalisch untermahlt wurde das Programm wie immer vom wunderbaren Stefan Weyh, der mit dem Vortrag von Minneliedern einen weiteren Aspekt des Hochmittelalters zeigte.