Alltagskleidung

Man kann davon ausgehen, dass die Angehörigen des Niederen Adels bei der Verrichtung ihrer täglichen Aufgaben nicht die gleiche Kleidung trugen, wie bei repräsentativen Anlässen wie zum Beispiel Kirchenbesuch, Feiern oder Empfängen. Dafür war die gute Gewandung einfach zu teuer und unpraktisch. Aber leider gibt es von dieser Alltagskleidung nur wenige bildlichen Darstellungen.
Darstellung eines Adligen (li. auf dem Pferd reitend; re. in grünem Surcot) bei der Beaufsichtigung der Feldarbeit Maciejwski-Bibel um 1250

Darstellung eines Adligen (li. auf dem Pferd reitend; re. in grünem Surcot) bei der Beaufsichtigung der Feldarbeit Maciejwski-Bibel um 1250

Bauern - Bible Moralisee um 1235

Bauern – Bible Moralisee um 1235


Als Obergewand dienten weitgeschnittene Cotten und Beinlinge, die viele Bewegungsfreiheit zuließen und keine oder nur wenige Verzierungen aufwiesen. Der Kopf war im einfachsten Fall mit einer Bundhaube bedeckt, aber auch einfache Hüte oder Gugeln wurden verwendet. Als Übergewand bei Kälte oder schlechtem Wetter wurde die Cappa oder der Gardecorps getragen.

Adliger in blauer Cotte beaufsichtigt die Arbeit der

 

Die Farben der Bekleidung waren wahrscheinlich meistens die Naturfarben der Stoffe wie grau, braun oder beige. Auf vielen Abbildungen sind Bauern oft in farbintensiver Bekleidung dargestellt, was aber bedingt durch den hohen Aufwand und die Kosten des Färbens sehr unwahrscheinlich und deshalb nicht repräsentativ sein kann.

" "