Einfache Kopfbedeckungen der Frau

Frauen der einfachen Bevölkerung, wie Bauern oder Handwerker, unterlagen kaum einem Zwang, eine Kopfbedeckung zu tragen. Sie trugen Kopfbedeckungen weniger aus gesellschaftlichen, als vielmehr aus praktischen Gründen, um die Haare beim Arbeiten aus dem Gesicht halten zu können. Da ein Schleier unpraktisch war, ist es unwahrscheinlich, dass einfache Menschen diesen nutzten. Aus diesem Grund könnte angenommen werden, dass auch Frauen des niederen Adels bei Verwaltungstätigkeiten auf dem eigenen Gut zu arbeitsangemesseneren Kopfbedeckungen griffen.

Codex Manesse 13. Jhd.

Codex Manesse 13. Jhd.

Kopftücher und andere Kopfbedeckungen in der Maciejowski-Bibel, ca.1250

Auf Abbildungen, wie z.B. in der Kreuzfahrerbibel, sieht man häufig die Verwendung von Kopftüchern. Diese werden über den Kopf gelegt und im Nacken zusammengebunden, um so das gesamte Haar zu verhüllen.

Bei schlechterem Wetter benutzten auch Frauen eine Gugel. In ihrer Machart unterschied sie sich nicht von denen, die Männer benutzten. Sie bedeckte die Schultern und hatte noch keinen oder nur einen kurzen Zipfel (wie hier in der Maciejowski-Bibel – Bild rechts – zu sehen).

Text: kf

" "