Rückblick 2017

Buchpremiere Meissen und Leipzig

Seit dem Erscheinen des 5. und letzten Buches „Der Traum der Hebamme“ von Sabine Ebert im Jahre 2011 war unsere Gruppe bei keiner Buchpremiere mehr mit dabei. Umso mehr haben wir uns gefreut, als Sabine uns bat, Sie bei der Vorstellung ihres neuen historischen Romans aus der Reihe „Schwert und Krone“, der über die Zeit und die Person Kaiser Friedrich Barbarossas berichtet, zu unterstützen. Die Premiere in der großen Hofstube in der Albrechtsburg zu Meissen war für alle Beteiligten eine unvergessliche Veranstaltung. Darin las Sabine selbstverständlich aus ihrem neuen Buch. Aber wer ihre Lesungen kennt, weiß auch, dass für weitere Programm Highlights gesorgt ist. In einer Modenschau brachten wir den Besuchern die aktuelle (hochmittelalterliche) höfische Mode näher. Außerdem hatten wir die Gelegenheit, verschiedene Schwertkampf-Stücke zeigen zu können. Anschließend fuhren einige von uns mit nach Leipzig, wo am Abend ebenfalls eine Lesung im gleichen Rahmen durchgeführt wurde.

Buchpremiere Goerlitz Tanz

Buchpremiere Görlitz Tanz

Buchpremiere Goerlitz

Buchpremiere Görlitz Modenschau

Historienspiel Heynitz

Bei unserem gemeinsamen Historienspiel zusammen mit der Gruppe „Hochmuot“ auf Schloß Heynitz bewegten wir uns diesmal außerhalb unserer gewohnten Zeit. Wir schrieben das Jahr 1485 und es wurden die Verhandlungen zur Leipziger Teilung nachgestellt. Sich mit diesem Thema zu beschäftigen, war für uns alle interessant. Die komplizierten Verhandlungen wurden von beiden Seiten sehr emotional geführt, konnten aber mit dem gewünschten (vorgegeben) Ziel beendet werden. Natürlich darf nach so einer anstrengenden Verhandlung eine Feier nicht fehlen. Beim abendlichen Bankett wurde aufgetafelt, gesungen und natürlich die Beziehungen untereinander gepflegt. Am Sonntag fand ein Schranken-Turnier mit Langschwert und Stangenwaffen statt. Auch konnten alle Teilnehmer sich beim Armbrust- und Bogen schießen versuchen.  Das Schloss Heynitz war für dieses Historienspiel eine perfekte Kulisse.

Heynitz 2017 Edelmann

Heynitz 2017 Edelmann

Heynitz 2017 Bereit zur Verhandlung

Heynitz 2017 Bereit zur Verhandlung

Heynitz 2017 Zwei Edelmaenner

Heynitz 2017 Zwei Edelmänner

Heynitz 2017 Edelmman mit Schwert

Heynitz 2017 Edelmman mit Schwert

 

 

Lager Burgruine Hartenstein

In Hartenstein war dieses Jahr das Wetter über das Himmelfahrtswochenende wie gewohnt traumhaft. Auch besetzten wir wieder unseren angestammten Platz im Garten der Burg, der einen wunderbaren Ausblick über das Tal ermöglicht. Am ersten Tag stand das Training mit Schwert, Schild & Stangenwaffen im Vordergrund. Die Tanztruppe vom letzten Jahr war auch wieder dabei und übte mit uns Tänze aus mehreren Epochen. Am zweiten Tag nutzten wir das geprobte, um den Ansturm auf die Burg abzuwehren. Dabei haben wir uns sehr gut angestellt und konnten eine Einnahme der Burg verhindern. Ein Turnier durfte nicht fehlen, viele nutzen den Zweikampf zum Vergleich in den Disziplinen Schwert & Schild zu einer Hand und mit dem Langschwert. Am Abend stand wieder das gemeinsame Bankett auf dem Plan. Durch eine gute Vorbereitung aller Lager standen unzählige Speisen auf den Tischen und alle konnten sich daran laben. Beim anschließenden Tanz waren alle begeistert bei der Sache und hatten viel Freude. Beim sonntäglichen Bogenturnier schnitten wir als Mark Meissen 1200 sehr gut ab und wir belegten die Plätze 2 bis 4. Es war eine wunderbare und gut organisierte Veranstaltung. Vielen Dank an die Schwarzen Eichhörnchen.

Harfenspiel Hartenstein 2017

Harfenspiel Hartenstein 2017

Bogenturnier Hartenstein 2017

Bogenturnier Hartenstein 2017

Zeltlager Hartenstein 2017

Zeltlager Hartenstein 2017

Frische Forelle Hartenstein 2017

Frische Forelle Hartenstein 2017

Mittelalterfest zu Weesenstein

Das Fest in Weesenstein war wie immer ein gut besuchtes, was für unsere Gruppe und auch für die Besucher gilt. Der tägliche Einmarsch am Vormittag und Nachmittag war obligatorisch, die Schaukämpfe auf der „Turnierbahn“ waren es ebenfalls. Wir konnten sogar Kämpfer von Domus Dohnin für ein gemeinsames Training gewinnen. Gekocht wurde wie immer vor den Augen der Besucher und gleichzeitig wurden am Waffenständer unzählige Fragen beantwortet. Jeder nutzte die freie Zeit so gut er konnte und widmete sich seinen Handarbeiten. Die Kettenhaube musste noch fertig werden, das Kleid fertig bestickt und das musizieren musste geübt werden. An den Abenden führten wir Tänze auf und fanden viele „Freiwillige“ die mittanzten und dabei viel Freude hatten. Im Lager wurde zu späterer Stunde noch gewürfelt und die eine oder andere Geschichte erzählt und ein wenig musiziert wurde auch. Weesenstein ist immer anstrengend, weil das Programm für uns sehr gut gefüllt ist ABER es macht genau so viel Freude und jeder von uns ist gerne dort.

Weesenstein 2017 Einmarsch

Weesenstein 2017 Einmarsch

Weesenstein 2017 Einmarsch

Weesenstein 2017 Einmarsch

Weesenstein 2017 Kampf

Weesenstein 2017 Kampf

Weesenstein 2017 Nachtlager

Weesenstein 2017 Nachtlager

 

Rosenfest Heilig Kreuz

Das Rosenfest ist eine kleine aber dennoch feine Veranstaltung des Hahnemann-Zentrums im Kloster Heilig Kreuz bei Meissen. Wir sind mit einer kleinen Gruppe von 4 Personen dabei gewesen. Nachdem wir uns einen schattigen Platz gesucht hatten, haben wir viele interessante Gespräche mit Besuchern führen können. Unsere Schwertkampf-Stücke konnten und sollten wir zeigen und auch unsere Tanz-Vorführungen kamen sehr gut an. Was uns bei dieser Veranstaltung auffiel war, dass es für uns nicht immer wichtig ist tausende von Besuchern zu haben. Vielmehr ist es uns wichtig, dass die Besucher interessiert sind und so kamen wirklich angeregte Unterhaltungen zustande.

Lager an der Brandenburg

Das diesjährige Lager war ohne Besucher und deshalb stand wieder eine „große Feldschlacht“ auf dem Programm. Das Besondere dieses Jahr war, dass 8 Teilnehmer mit Pferden dabei waren und wir somit die Möglichkeit hatten, zusammen mit der Reiterei zu üben. Am Samstag sah es dann während der Schlacht etwas anders aus. Die „Kavallerie-Abteilung“ griff uns Fußtruppen mehrfach an. Man denkt gar nicht, wie schnell so ein Pferd und wie langsam hingegen ein Ritter samt Rüstung sein kann. Ein unvergessliches Erlebnis war der Kampf am Waldesrand und auf dem Feldweg mit der Reiterei. Nachdem wir unseren ersten Schreck überwunden und uns formiert hatten, konnten wir dem Ansturm widerstehen und gut dagegenhalten. Unser Kommandant (der Burggraf von Dohna) bewies Weitsicht und fand immer gute Plätze für eine sinnvolle Verteidigungslinie. Letztendlich mussten wir uns im dritten Gefecht einer Streitmacht von Fußkämpfern & Kavallerie geschlagen geben. Das war zwar schade, aber es war eine unvergessliche Erinnerung. Die anschließende Belagerung der Burg konnte erst am Sonntag mit einem Sturmangriff beendet werden. Der selbstgebaute Rammbock einer befreundeten Truppe half dabei das verkeilte Tor der Burg zu öffnen. Das dauert zwar seine Zeit, aber ohne den Rammbock hätten wir keine Chance gehabt. Bei der Belagerung & Erstürmung der Burg hat jeder gemerkt, dass dies nicht leicht ist und im Film immer viel einfacher aussieht. Ich glaube dieses Wochenende war eines der intensivsten des Jahres und hat bei allen bleibende (positive) Eindrücke hinterlassen

Grundschule Poisental

Die Schüler der Grundschule Poisental begrüßten wir zum Unterrichtsbeginn auf den Schulhof. Wir hatten uns natürlich in unsere besten Gewänder geworfen und konnten schon damit beeindrucken. Wir stellten uns vor und nutzten diese Möglichkeit gleich dazu, etwas zur Mode und den Stoffen im 12. & 13. Jahrhundert zu erklären. Für unsere Erläuterungen zum Schwertkampf und zur Bewaffnung der Ritter haben wir einen von den unseren vor den Kindern in die Rüstung geholfen. So konnten die Schüler auch mal das darunter Getragene sehen und natürlich merkten Sie auch wie „schwer“ es ist, zum Beispiel ein Kettenhemd anzulegen. Die kleine Vorführung sollte demonstrieren, dass der Kampf kein Spaß ist. Erst Recht nicht, wenn es ums Überleben geht. Anschließend nutzten wir die Turnhalle, um allen Schülern die Möglichkeit zu geben, sich in einigen Disziplinen der Knappen-Ausbildung zu versuchen und auch mal ein Kettenhemd oder einen Helm anzuziehen.

Lager in Torgelow

Unser Lager in Torgelow im August nutzten viele gleich für ihren Sommerurlaub. Deshalb erstreckte sich das Lager auch über zwei Wochen. Im Museumsdorf können wir uns frei entfalten und jeder kann seiner Lieblingstätigkeit nachgehen. So wurde wieder geschmiedet, genäht, gestickt, gesungen, musiziert, Ledertaschen gefertigt, Bogen geschossen und auch Schach gespielt. Letzteres kam bei den Kinder sehr gut an. Wir hatten die Möglichkeit, an einigen Tagen den Museumsmitarbeitern bei der Betreuung von Besuchergruppen zu helfen und taten dies gern. Jeden Abend wurde gemeinsam gekocht und gegessen, fast immer war es ein Genuss. Leider hat uns die Bierbrotsuppe überhaupt nicht überzeugen können, weder optisch noch geschmacklich. Einige Ausflüge ins Ukranenland standen auch auf dem Programm und auch dort halfen wir bei der Betreuung von Besuchergruppen. Am Wochenende haben wir dann für uns ein Historienspiel durchgeführt, an dem auch Mitglieder der Gruppe Domus Dohnin teilnahmen. Wir spielten im Jahr 1225. Der Burggraf von Dohna benötigt Geld für die Vollendung der großen Brücke über die Elbe in Dresden. Daraus ergaben sich mehrere sehr schön und teilweise emotionale Handlungsabläufe. Eine Turnier durfte natürlich auch nicht fehlen. Die anwesenden Herren maßen sich im Schwertkampf, Speer werfen & Bogenschießen. Beim abendlichen Bankett in der „Taverne des Museumsdorfes“ wurde gegessen, gesungen und gefeiert. Auch wenn das Wetter nicht immer sonnig war, so war das Lager in Torgelow wieder ein sehr schönes und unvergessliches.

Lager in Purschwitz

Das kleine aber feine Lager bei der Milizia Nigra besuchten wir nun schon das dritte Jahr in Folge. Wir hatten die Möglichkeit uns mit den anderen auszutauschen und gemeinsam zu trainieren. Natürlich wurde auch mit dem Bogen geübt und unsere Verbesserungen waren deutlich zu erkennen. Alles wurde gern angenommen. Am Samstag fand das Kampftraining im Wald statt, was immer eine besondere Erfahrung ist, weil dort jeder Baum und jeder Hügel (auch noch so klein) zum eigenen Vorteil genutzt werden kann. Das gemeinsame Bankett am Abend war lecker, schmackhaft und gesellig war es auch. Hier merkte man deutlich die Herzlichkeit & Verbundenheit der Gastgeben und aller Teilnehmer.

Militärmanöver im Geschichtspark Bärnau

Erstmals waren wir in einer größerer Gruppe im Geschichtspark vertreten, nachdem sich im letzten Jahr nicht alle „getraut“ hatten, aus den Befürchtungen den hohen Anforderungen des Museums nicht gerecht werden zu können. Aber diese Bedenken stellten sich als unbegründet heraus. Die Aufnahme war herzlich und man merkte gleich, dass hier mit Herzblut für eine Sache eingetreten wird. Wir bauten unsere Zelte in der Nähe der „Taverne“ auf und inspizierten als erstes das Gelände. Die Anlage ist überaus beeindruckend und hat für ein Freilicht-Museum eine beachtliche Größe. Sie besteht aus einem Frühmittelalter- und einen Hochmittelalterteil welche von den Akteuren belebt wurden. Wir fühlten uns wie im Hotel, da die Verköstigung vom dortigen Küchentruppe übernommen wurde. Am Samstag & Sonntag stand das Üben von unterschiedlichen Manövern (Aufstellung, Taktik bei unterschiedlichen Gegnergruppen, usw.) auf dem Plan. Dabei stellten wir fest, dass wir diesbezüglich noch ein wenig „Nachholbedarf“ haben. In Bärnau hatten wir auch wieder die Gelegenheit, gemeinsam mit der Reiterei zu üben. Jeweils zum Nachmittag stellten wir den Besuchern unsere Ausrüstung und die Bewaffnung eines Kämpfers der damaligen Zeit vor. Samstagabend wurde mit allen Teilnehmer in der Taverne gegessen und gefeiert. Ich bin mir sicher, dass wir nächstes Jahr gern wieder nach Bärnau fahren.

Baernau Tachov 2017 Schildwalltraining

Bärnau Tachov 2017 Schildwalltraining

Baernau Tachov 2017 Manoever mit Pferd

Bärnau Tachov 2017 Manöver mit Pferd

Baernau Tachov 2017 Motte

Bärnau Tachov 2017 Motte

Baernau Tachov 2017 nach dem Manoever

Bärnau Tachov 2017 nach dem Manöver

 

Dannenberger Convent

Am ersten Oktoberwochenende nahmen Mitglieder der Mark Meissen erstmalig am Convent auf der Tannenburg teil. Wir waren sofort von der hervorragenden Organisation dieser Veranstaltung begeistert. Das Ambiente im Lager war ganz besonders und familiär, da der Dannenberger Convent in erster Linie für die Darsteller selbst gedacht ist. Besucher haben nur an einem Tag des langen Wochenendes Zutritt. Schlecht war das Event in jedem Fall für unsere Geldbeutel. Es kamen so viele Händler mit ausgefallenstem Handwerk, Stoffen, Lederwaren, Schmuck und vielem mehr, das beim Einkaufsbummel so manches Stück den Besitzer wechselte. Einzig das Wetter hatte Verbesserungspotenzial. Wie Anfang Oktober in Mitteldeutschland nicht unüblich, goss es an mehreren Tagen in Strömen. Eine Herausforderung für Mensch und Material. Dem Regen zum Trotz versammelten sich eines Nachmittags dutzende, mit Bannern Bewaffnete auf den Wegen des Lagers und stimmten gemeinsam die „Thorsaie“ der Gruppe Misica Vulgaris an. So gelang es uns durch unseren Gesang das schlechte Wetter für einige Zeit zu vertreiben.

 

Buchpremieren in Leipzig, Görlitz und Dresden

Den Jahresabschluss bildete die nächste Buchpremiere von Sabine Ebert. Der zweite Teil der Reihe „Schwert und Krone“ wurde vorgestellt. Dazu waren wir in der Buchhandlung Ludwigs in Leipzig, in der Hauptbibliothek im Dresdner Kulturpalast und in der Kulturbrauerei in Görlitz zu sehen. Die obligatorische Modenschau und der Schwertkampf wurden diesmal jeweils durch eine Tanzvorführung erweitert. In Leipzig nahmen daran sogar Mitglieder der Gruppe VJV Leipzig 1813 e.V. teil und ergänzten uns perfekt. Bei allen Veranstaltungen merkte man, dass die Besucher gespannt auf den Fortgang der Geschichte waren. Anschließend an jede Veranstaltung beantworten wir die Fragen der Besucher.

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