Frauenstein – Dies und Das

Anfang September zog es uns wieder nach Frauenstein, bei bestem Wetter (außer Freitag Nacht, aber da lagen wir eh schon fast alle in den Zelten) und mit vielen kleinen Projekten. Fangen wir bei den Bastelprojekten an.

In Torgelow hatten sich unsere älteren Kinder Messer gebaut. Nun bekam zumindest eines dieser Messer noch eine Lederhülle. Der Sicherheit und Einfachheit halber haben wir für die Näharbeiten eine moderne automatische Ahle verwendet, das Nahtprinzip ist aber das Gleiche. Es gibt einen Oberfaden und einen Unterfaden, die sich im Leder verschlingen und sich damit gegenseitig Halt geben.

Das Messer wird mit dem weichen Lederstück umhüllt.
Eng am Griff und der Klinge entlang wird genäht.

Das Leder wird zunächst kurz in Wasser getaucht, damit es formbar wird. Straff um den Griff gelegt setzen wir nun dicht an der Griffkante entlang eine Naht, vom Griff aus zur Messerspitze hin. Ist diese Naht fertig, wird das überstehende Leder abgeschnitten, zum Griffende hin bleibt eine größere Fläche stehen, um dort ein Band zum Anhängen an den Gürtel anzubringen. Das Kantenbrechen üben wir erstmal an einem Reststück Leder, und beim Lederband übernimmt das dann doch lieber ein Erwachsener.

Kantenbrechen üben.
Für das Band übernimmt das ein Erwachsener.
Mit Verzierung.

Ein immer wieder beliebtes und nötiges Bastelprojekt ist das Flicken des Kettenhemdes bzw. Ringpanzers. Der besseren Schutzwirkung und Haltbarkeit wegen setzen wir meist auf genietete Ringe, aber das Vernieten eines Ringes mitten im Geflecht ist natürlich immer eine Fummelarbeit.

Mit der Zange festhalten.
Wirklich festhalten!
Und die Niete fixieren.

Dann haben wir in Torgelow festgestellt, dass die Pfosten unseres Baldachins durch den ständigen Transport doch ganz schön rau geworden sind, und so haben wir uns beim Auf- und Abbau so manchen Splitter eingezogen. Dem haben wir mit (der Effizienz halber modernen) Schleifbändern Abhilfe geschaffen.

Die Knechte dürfen fleißig schleifen.
Die Kinder helfen mit.

Kulinarisch sollte es diesmal Spätzle geben, von Hand selbst geschabt. Die Honigerbsen als Beilage kamen aber zuerst auf das Feuer, während wir mit vollem Körpereinsatz Spätzleteig kneteten, um dem Teig dann seine verdiente Ruhepause vor dem Schaben zu gönnen.

Spätzleteig kneten …
… mit vollem Körpereinsatz.

Dann standen wir zu viert um die Küche herum und haben geschabt, das Feuer in Gang gehalten und fertige Spätzle aus dem Wasser geholt. Zum Schluss durften alle Spätzle noch mit einem Stück Butter baden, während die Honigerbsen nochmal kurz warm wurden.

Spätzle schaben.
In der Molle sammeln.
Zum Schluss nochmal kurz in Butter schwenken.

Das nächste Mal müssen wir Teig etwas flüssiger hinbekommen, diesmal war es eher ein Spätzle schneiden statt schaben. Geschmeckt haben sie trotzdem sehr lecker.

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